Referenten und Vorträge

Henning Alberts

Senior Experte Risikomanagement

EWE Aktiengesellschaft

Henning Alberts ist seit über fünf Jahren im Konzernrisikomanagement der EWE AG tätig. In dieser Zeit hat er die Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems insbesondere im Bereich quantitativer Modelle und Methoden, sowie den Aufbau eines Risikotragfähigkeitskonzepts für den EWE-Konzern maßgeblich mitgestaltet. Daneben begleitete er über einen Zeitraum von zwei Jahren die Prüfung des Risikomanagementsystems (RMS) und des Internen Kontrollsystems (IKS) nach IDW PS 981 und 982. Henning Alberts besitzt einen Bachelor und Master in Mathematik mit Schwerpunkt Quantitatives Risikomanagement von der Universität Oldenburg und fokussiert sich aktuell auf die Themen "Strategisches Risikomanagement" und "Entscheidungsunterstützende Risikoanalysen für Vorstand und Aufsichtsrat".

Vortrag: Risikotragfähigkeitsmessung im Kontext einer risikoorientierten Unternehmensführung

Die Risikotragfähigkeit eines Unternehmens und potentielle bestandsgefährdende Entwicklungen sind eng miteinander verbunden. Die Risikotragfähigkeit kann als maximaler finanzieller Puffer interpretiert werden, der zur Abdeckung der Gesamtheit aller Risiken zur Verfügung steht, bevor die Auswirkungen bestandsgefährdend werden. Ein Konzept zur Risikotragfähigkeitsmessung ist folglich ein wesentliches Element einer risikoorientierten Unternehmensführung und unerlässlich, um die Resilienz des Unternehmens gegenüber existenzbedrohenden Ereignissen zu beurteilen und den aktuellen gesetzlichen Anforderungen (StaRUG §1, AktG §91) an ein wirksames Risikomanagement zu entsprechen. Der Vortrag zeigt anhand eines fiktiven Unternehmensbeispiels auf, wie die Risikotragfähigkeitsmessung in der Praxis umgesetzt werden kann.


Antje Beck

Geschäftsführerin

Mahle Versicherungsvermittlung GmbH

Antje Beck leitet seit Ende 2018 die Abteilung Corporate Insurance der Mahle Gruppe weltweit mit Zeichnungs- und Budgetverantwortung.

Parallel dazu ist sie Geschäftsführerin des Inhouse Brokers.

Nach ihrem Studium der Betriebswirtschaft an der Berufsakademie Stuttgart führte ihr Weg 1995 zunächst in die Versicherungswirtschaft. In den Jahren 1995 - 2006 durchlief sie diverse Industrieversicherungsabteilungen bei der heutigen AXA Versicherung in Stuttgart.

2006 wechselte sie zur Eberspächer Gruppe, gründete 2007 den Inhause Broker, installierte ein umfassendes internationales Versicherungsprogramm und startete mit dem Belegschaftsgeschäft.

Vortrag: CSRD und Versicherungsfähigkeit: Risiken und Potenziale

  • Kurzvorstellung GVNW e.V.
  • Präsentation der Ergebnisse der Umfrage unter den Mitgliedern des GVNW e.V.: Wie beeinflussen ESG & Nachhaltigkeitsthemen das Renewal 2024
  • Gründung und Arbeit des ESG-Ausschusses des GVNW e.V.
    - Sicherstellung eines angemessenen Versicherungsschutzes für Versicherungsnehmer
    - Bewältigung regulatorischer Anforderungen (LkSG & CSDDD) 
    - ESG-Risiken & Neue Technologien
  • Erkenntnisse aus Mitglieder-VA am 21.02.2025

Lara Botta

ESG-Managerin 

R. STAHL AG

Lara Botta ist ESG-Managerin bei R. STAHL und verantwortet dort die strategische Integration von Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien in die Unternehmensprozesse. R. STAHL ist ein international tätiges Technologieunternehmen, welches Produkte, Systeme und Dienstleistungen für den Explosionsschutz anbietet. Im Rahmen ihrer Tätigkeit betreut sie die Nachhaltigkeitsberichterstattung in Anlehnung an die ESRS (CSRD), die auch die Durchführung der doppelten Wesentlichkeitsanalyse und damit verbundener Risikoanalysen umfasst. Nach ihrem Studium der Nachhaltigen Unternehmensführung an der Universität Ulm lagen die Schwerpunkte ihrer beruflichen Tätigkeiten, u. a. in der Batterieindustrie, insbesondere im Bereich Nachhaltigkeit in der Lieferkette und Nachhaltigkeitsberichterstattung. Dabei entwickelte und implementierte sie Strategien und Prozesse für einen internationalen Konzern, die sowohl internationale Standards als auch die Vorgaben des deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) berücksichtigen. In diesem Zuge führte sie auch nachhaltigkeitsbezogene Risikoanalysen entlang der Wertschöpfungskette durch und integrierte diese in das bestehende Risikomanagementsystem des Unternehmens.

Vortrag: Vom separierten zum integrierten ESG-Risikomanagement – Ein praxisnaher Weg

Viele Unternehmen erfassen ESG-Risiken noch isoliert, doch eine Integration ins Enterprise Risk Management (ERM) steigert die Steuerungsfähigkeit und Effizienz. Wir beleuchten Herausforderungen separierter Ansätze, die Rolle von Peer-Learning und Workshops bei der Wesentlichkeitsanalyse sowie den Nutzen von Klimarisikoanalysen für DWA und die EU-Taxonomie. Anhand praxisnaher Erfahrungen zeigen wir, wie der Übergang von Excel-basierten Lösungen zu einer integrierten Bewertung mit klaren Zeithorizonten gelingt – und warum der Austausch mit anderen Unternehmen entscheidend ist.


Astrid Donaubauer

Strategische Produktmanagerin

Schleupen SE

Astrid Donaubauer kommt aus den Bereichen Risikomanagement, Internes Kontrollsystem, Krisenmanagement und Nachhaltigkeitsberichterstattung mit Fokus auf deren Einführung, Pflege und Weiterentwicklung. Bei Schleupen SE ist sie für die strategische Seite der Weiter- und Neuentwicklung der Software-Lösungen zuständig – unter Berücksichtigung von Markttrends, Kundenwünschen und gesetzlichen Anforderungen.

Vortrag: Vom separierten zum integrierten ESG-Risikomanagement – Ein praxisnaher Weg

Viele Unternehmen erfassen ESG-Risiken noch isoliert, doch eine Integration ins Enterprise Risk Management (ERM) steigert die Steuerungsfähigkeit und Effizienz. Wir beleuchten Herausforderungen separierter Ansätze, die Rolle von Peer-Learning und Workshops bei der Wesentlichkeitsanalyse sowie den Nutzen von Klimarisikoanalysen für DWA und die EU-Taxonomie. Anhand praxisnaher Erfahrungen zeigen wir, wie der Übergang von Excel-basierten Lösungen zu einer integrierten Bewertung mit klaren Zeithorizonten gelingt – und warum der Austausch mit anderen Unternehmen entscheidend ist.


Stephan Dorner

CEO

risk on mind® GmbH

Stephan Dorner ist Gründer und einer von zwei Gesellschaftern der risk on mind® GmbH, wo er seit 2018 als CEO tätig ist. In dieser Funktion verantwortet er ein breites Spektrum an Aufgaben, darunter Teamführung, Geschäftsleitung, die Durchführung von Risikoanalysen und -audits, die Entwicklung von Risikomanagementstrategien, Due Diligence sowie Projektmanagement. Seine vorherige Tätigkeit bei einem Versicherer im Bereich Risikobewertung und -management hat ihm einen umfassenden Erfahrungsschatz in Portfoliomanagement, Versicherungswissen, Management Consulting und Schulungen ermöglicht. Davor war Dorner in der Brandschutztechnik und im Anlagenbau tätig, was seine Expertise im Bereich des technischen Brandschutzes begründet.

Dorner ist von Beruf Maschinenbauer und begann seine berufliche Laufbahn mit einer handwerklichen Ausbildung. Er verfügt über mehr als 25 Jahre Industrieerfahrung und hat im Laufe seiner Karriere über 4.000 Industrieanlagen besichtigt, was ihm einen Expertenstatus in zahlreichen Branchen wie Lebensmittel, Chemie, Holz, Papier, Automobil und Verpackung eingebracht hat. Er ist TÜV-zertifizierter Risikoingenieur und besitzt ein Zertifikat für die Gewerbeberechtigung Unternehmensberatung. Darüber hinaus ist er als Trainer für die BVS – Brandschutzstelle Oberösterreich und einigen Universitäten im DACH-Raum aktiv, wo er sein Fachwissen weitergibt.

Vortrag: BCM zwischen Theorie und Realität: Ein Erfahrungsbericht

Der Erfahrungsbericht „BCM zwischen Theorie und Realität“ beleuchtet die Herausforderungen und Unterschiede zwischen theoretischen Konzepten des Business Continuity Managements (BCM) und deren praktischer Umsetzung in Unternehmen. Anhand realer Erfahrungen wird aufgezeigt, welche Hindernisse in der Praxis auftreten, wie Unternehmen auf unerwartete Krisensituationen reagieren und welche Strategien sich als erfolgreich oder unzureichend erwiesen haben. Der Bericht bietet praxisnahe Einblicke und gibt Anregungen zur Optimierung von BCM-Strategien, um die Kluft zwischen Theorie und Realität zu überbrücken.


Bianca Feldhoff

Senior Expertin Risikomanagement

Deutsche Telekom AG

Frau Feldhoff ist seit 2017 Senior Expertin im Bereich Group Risk Governance bei der Deutschen Telekom AG. Sie hat maßgeblich die Einführung der Risikomanagementsoftware von Corporater bei der Deutschen Telekom begleitet und treibt kontinuierlich die Weiterentwicklung des Systems voran. Frau Feldhoff engagiert sich intensiv in Digitalisierungsprojekten, einschließlich der Nutzung von Künstlicher Intelligenz im Risikomanagement. Ihre Expertise erstreckt sich auch auf die kontinuierliche Verbesserung des Risikomanagementsystems und die Förderung von Themen wie strategische Risiken und geopolitische Analysen.

Vor ihrer Tätigkeit im Risikomanagement war sie im Bereich Managementreporting und als Beraterin, insbesondere in der Telekommunikationsbranche, tätig.

Vortrag: Risikomanagement im Wandel: Ein praxisorientierter Implementierungsansatz der Deutschen Telekom

  • Bericht aus Praxiserfahrung bei der Einführung und Nutzung von Risikomanagement-Software von Corporater.                                                                        
  • Entwicklung und Optimierung des Risikomanagements im Zeitverlauf 
  • Vorteile eines länderübergreifenden Ansatzes bei Identifikation, Bewertung, Steuerung und Reporting von Risiken
  • Ausblick: Wie künstliche Intelligenz künftig Genauigkeit und Anwenderfreundlichkeit erhöhen kann

Prof. Dr. Kristian Giesen

Professor für Volkswirtschaftslehre und Finanzwesen
FOM Hochschule für Ökonomie und Management Stuttgart

Dr. Kristian Giesen ist Professor für Volkswirtschaftslehre und Finanzwesen an der FOM Hochschule in Stuttgart. Seine Lehrschwerpunkte liegen in den Bereichen Risikomanagement, Entscheidungstheorie sowie in diversen betriebswirtschaftlichen und finanzmathematischen Themen. Neben seiner akademischen Tätigkeit ist er als Unternehmensberater tätig, mit einem besonderen Fokus auf Risikomanagement, Krisenfrüherkennung, Entscheidungsunterstützung und der Beratung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) sowie Start-ups.

Vortrag: Zufall, Ratings und Extremereignisse – Die Bedeutung von Ungewissheit in einer komplexen Welt

Zufall ist ein zentrales Element unternehmerischer Entscheidungen. In einer komplexen Welt helfen Risikomanagement und Ratings dabei, Risiken zu strukturieren und Entscheidungsprozesse zu unterstützen. Doch gerade in einer komplexen Welt ist die Zukunft ungewiss. Dieser Vortrag zeigt, warum ein strukturiertes Verständnis von Ungewissheit essenziell ist, um in einer zunehmend komplexen Welt qualitativ hochwertige Entscheidungen zu treffen.


Michael Giss

Kommandeur Landeskommandos Baden-Württemberg
Bundeswehr

Kapitän zur See Michael Giss ist Kommandeur des Landeskommandos Baden-Württemberg in Stuttgart, das die Bundeswehr im Bundesland repräsentiert. Der Marineoffizier blickt auf eine jahrzehntelange Laufbahn mit zahlreichen Auslandseinsätzen, unter anderem als Kommandant auf der Fregatte Emden oder in Afghanistan zurück. Als Referent war er im NATO-Hauptquartier sowie im Führungsstab für Streitkräfte im BMVg tätig. Später wurde Giss unter anderem Referatsleiter für Einsatzfragen im Führungsstab der Marine im BMVg. Nach seiner Verwendung im Einsatzführungskommando in Potsdam fand Giss seine berufliche Heimat in den Landeskommandos: erst in Mecklenburg-Vorpommern als stellvertretender Kommandeur und Chef des Stabes und anschließend als Kommandeur in Hamburg. Seit September 2024 ist der gebürtige Freiburger zurück in Baden-Württemberg.

Vortrag: Zeitenwende und Gesamtverteidigung – Lage und Ausblick

Deutschland ist bereits heute hybriden Bedrohungen ausgesetzt. Um die Resilienz des Landes zu stärken, ist eine hochfunktionelle zivil-militärische Zusammenarbeit nötig. Eine gesamtstaatliche Aufgabe mit hoher Priorität.


Johannes Hartl

Leiter des globalen Business Continuity, Notfall- und Krisenmanagements

Deutsche Telekom AG

Johannes Hartl ist Leiter des globalen Business Continuity, Notfall- und Krisenmanagements der Deutschen Telekom. Nach dem Informatikstudium an der Hochschule Darmstadt arbeitete er als Softwarearchitekt und Projektleiter in der IT-Abteilung der Telekom. Inspiriert durch sein ehrenamtliches Engagement im Deutschen Roten Kreuz absolvierte er den berufsbegleitenden Masterstudiengang Katastrophenvorsorge und -management an der Universität Bonn. Anschließend wechselte er in die Sicherheitsabteilung der Telekom und ist u. a. für die Weiterentwicklung des weltweiten Business Continuity & Notfall-/Krisenmanagements als auch das Konzernkrisenmanagement verantwortlich. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit ist er Dozent an der Universität Bonn im Studiengang Katastrophenvorsorge/-management (Lehrmodul Schutz kritischer Infrastrukturen) und Ausbilder für Führungskräfte beim Deutschen Roten Kreuz.

Vortrag: Resiliente Organisationen – Praktische Einblicke in das Business Continuity and Crisis Management der Deutschen Telekom

Telekommunikation und Informationstechnologie sind essentielle kritische Infrastrukturen. Ergänzend zur Darstellung von Herrn Max, Deloitte, wird im Vortrag dargestellt, wie die Deutsche Telekom dazu BCM und Krisenmanagementstrukturen umgesetzt hat.


Ralf Kimpel

Leiter Corporate Audit, Risk & Insurance

Hubert Burda Media Holding KG

Ralf Kimpel verantwortet bei der Hubert Burda Media-Gruppe mit Sitz in Offenburg und München seit 2008 den globalen Governance-Bereich Corporate Audit, Risk &Insurance. In dieser Funktion ist er auch für die Steuerung und Optimierung des konzernweiten Risikomanagementsystems verantwortlich. Mit einem prozess- und risikoorientierten Prüfungsansatz verfolgt Hubert Burda Media ein integriertes Revisions- und Risikomanagementkonzept. Als ehemaliger Wirtschaftsprüfer und Steuerberater war Ralf Kimpel zuvor für Big-4-Prüfungs- und Beratungsunternehmen schwerpunktmäßig in Industrie- und Handelsunternehmen tätig. Er ist Mitglied im Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) und im Deutschen Institut für Interne Revision (DIIR). Bis 2024 war er Vorsitzender des Vorstands der RMA Risk Management & Rating Association e.V. (RMA), seit 2024 ist er Vorsitzender des Beirats der RMA.

Vortrag: Risk Positive – mit Neugier, Zuversicht und Mut Chancen und Risiken in einer „verrückten“ Medienwelt souverän managen

Zurückhaltendes Konsumverhalten, große geopolitische Unsicherheiten und übermächtige Social-Media-Plattformen: Wie soll sich ein deutsches Familienunternehmen der Medienwirtschaft mit begrenzten finanziellen Mitteln in diesem Umfeld behaupten? Risk positive – das beherzte Eingehen von lohnenden Risiken muss in einem Unternehmen für Unternehmer mit einer ausgeprägten Vertrauenskultur durch souveräne Governance-Prozesse begleitet werden. In diesem Vortrag wird aufgezeigt, welchen Business Impact die neuen Technologien wie generative KI bei der Erschließung neuer Geschäftsfelder und Optimierung bestehender Geschäfte erzeugen können, welche Risiken damit verbunden sind und wie sich das Risikomanagement dem zu stellen hat.


Sebastian Künkele

Prokurist

International Performance Research Institute

Sebastian Künkele ist Prokurist am International Performance Research Institute (IPRI) in Stuttgart. Er verfügt über langjährige Erfahrung in der Leitung von Forschungsprojekten zu digitalen Geschäftsmodellen in Wertschöpfungsnetzwerken und nachhaltiger Transformation. Er ist Dozent an der Hamburg Media School und war unter anderem bei Roland Berger und Bosch beschäftigt. Er hat einen Masterabschluss in Mathematik der Universität Tübingen.

Vortrag: CSRD als Gamechanger? Wie die künftige Nachhaltigkeitsberichterstattung die Versicherungsfähigkeit von Unternehmen verändert

Zunehmend bestimmen ESG-Kriterien, ob und in welchem Umfang Risikoträger Zeichnungskapazitäten zur Verfügung stellen. Dabei steht weniger das Risiko des zu versichernden Assets im Vordergrund, sondern die Nachhaltigkeitsperformance des Unternehmens als Ganzes. Mit der EU-weiten Einführung der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) werden umfangreiche Standards zur Nachhaltigkeitsberichterstattung etabliert. Dadurch stehen Risikoträgern standardisierte Informationen zur Nachhaltigkeitsperformance von Unternehmen in nie dagewesener Qualität und Quantität zur Verfügung, die für das Underwriting herangezogen werden können. Für Unternehmen ist die Nachhaltigkeitsberichterstattung gemäß der CSRD daher nicht nur eine regulatorische Auflage, sondern mit der langfristigen Aufrechterhaltung ihrer Versicherungsfähigkeit verknüpft.

Erhalten Sie in diesem Vortrag Einblicke in eine laufende Studienreihe des International Performance Research Institute mit der Funk Stiftung und dem GVNW.


Matthias Max

Senior Manager

Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Matthias Max ist als Senior Manager im Bereich Business Continuity Assurance bei Deloitte tätig. Die Aufrechterhaltung von Alltagssystemen gegenüber Betriebsunterbrechungen und krisenhaften Ereignissen sowie ein vernetztes Resilienzmanagement zählen zu seinen Arbeitsschwerpunkten. Herr Max ist in verschiedenen Gremien und Netzwerken tätig. So ist er unter anderem Mitglied des Kompetenzzentrums Kritische Infrastrukturen e. V. (KKI) sowie Beiratsmitglied im Verband für Sicherheitstechnik e. V. (VfS).

Vortrag: Resiliente Organisationen – Revisionssichere Vorbereitung auf Betriebsunterbrechungen und krisenhafte Ereignisse

Infolge der weltweit zunehmenden Krisenereignisse sowie einer Vielzahl an neuen Bedrohungsszenarien, stehen viele Unternehmen vor der Frage, wie die Resilienz ihrer Organisation erhöht werden kann, um den steigenden Herausforderungen adäquat begegnen zu können. Zudem besteht unter Umständen auch die Pflicht, bestimmten regulatorischen Anforderungen wie der Verordnung (EU) 2022/2554 (Digital Operational Resilience Act, DORA) oder den Richtlinien (EU) 2022/2555 (NIS-2-Directive) bzw. (EU) 2022/2557 (CER-Directive) gerecht zu werden.

Die Präsentation wird einen Überblick darüber geben, wie Institutionen ihre Strukturen gegenüber Betriebsunterbrechungen und Krisen resilienter machen können. Dafür werden unter anderem wichtige Managementansätze sowie zentrale Erkenntnisse aus der Deloitte Benchmarkstudie Business Continuity Management 2024 vorgestellt. Herr Hartl, von der Deutschen Telekom, wird dazu ergänzend einen Impuls aus der Praxis geben.


Dr. Anna-Maija Mertens

Vorständin 

DICO - Deutsches Institut für Compliance e.V.

Dr. Anna-Maija Mertens ist seit dem 1. April 2024 hauptamtliche Vorständin von DICO – Deutsches Institut für Compliance e.V. Zuvor war sie über neun Jahre Geschäftsführerin von Transparency International Deutschland e.V. und davor geschäftsführende Direktorin des Finnland-Instituts in Deutschland.

Seit September 2024 ist Dr. Mertens ehrenamtliche Präsidentin der Europäischen Bewegung Deutschland e.V. und engagiert sich in verschiedenen Beratungsgremien.

Als promovierte Politikwissenschaftlerin lehrt sie Politische Entscheidungsfindung und Interessenvertretung an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin sowie Anti-Corruption (auf Englisch) an der Willy Brandt School of Public Policy der Universität Erfurt.

Dr. Anna-Maija Mertens besitzt die deutsche und finnische Staatsbürgerschaft.

Vortrag: Compliance heute und in Zukunft – Chancen und Risiken

Compliance steht derzeit unter erheblichem Druck. Neben einer Vielzahl komplexer nationaler und internationaler Regularien stellt die veränderte geopolitische Lage eine zusätzliche Herausforderung dar. In diesem Umfeld scheint Compliance an Bedeutung zu verlieren, und viele Errungenschaften der letzten Jahre werden infrage gestellt. Kritische Stimmen, die Compliance schon immer skeptisch gegenüberstanden, sehen nun ihre Chance. Für Compliance-Expertinnen und -Experten wird es zunehmend schwieriger, bestehende Prozesse und Strukturen sowohl intern als auch extern zu verteidigen.

Doch gerade in Zeiten des Umbruchs eröffnen sich auch neue Chancen. Wie kann und sollte sich Compliance in dieser veränderten Weltordnung positionieren? Welche Rolle spielt Risikomanagement in der aktuellen geopolitischen Lage? Was können Unternehmen und Compliance Verantwortliche konkret tun, um weiterhin die richtigen Maßnahmen zu ergreifen? Und welche neuen Möglichkeiten ergeben sich trotz – oder gerade wegen – der nationalen und internationalen Herausforderungen?


Dominik Quirmbach

Senior Consultant

CALPANA business consulting Deutschland GmbH

Dominik Quirmbach ist seit Sommer 2024 Teil des CALPANA Beraterteams und implementiert CRISAM® sowohl zur Unterstützung des Risikomanagements als auch zur Abbildung des Internen Kontrollsystems sowie im Auditmanagement. Zuvor war er 11 Jahre in einem börsennotierten Softwareunternehmen in unterschiedlichen Positionen tätig und verantwortete dort in den letzten acht Jahren seiner Tätigkeit das Konzernrisikomanagement als Vice President Group Risk Management. In dieser Funktion hat er im Jahr 2022 das zuvor inhouse entwickelte, bereits rein quantitative Risikomanagement auf CRISAM® umgestellt. Seinen Werdegang begann in der Wirtschaftsprüfung und IT Revision sowie der Konzernrevision eines deutschen, börsennotierten Unternehmens.

Vortrag: Mut zur Lücke! Alles, aber bitte kein vollständiges Risikoinventar!

Ob 100 Risikokategorien ausreichen? Wie viele unterschiedliche qualitative Bewertungseinteilungen braucht es, damit große und kleine Unternehmenseinheiten ihre Risiken fein abgestuft melden können? Wie viele Personen geben Risiken frei, um wirklich sicher zu gehen, dass an alles gedacht wird? Wird alles durch die Einführung einer Software besser oder nur noch schlimmer?


Volker Reichert

Head of Internal Audit and Risk Management

Heidelberger Druckmaschinen AG

Volker Reichert ist seit 2021 bei der Heidelberger Druckmaschinen AG als Leiter der Internen Revision und Leiter des Risikomanagements tätig.

Nach seinem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Paderborn und Université Louis Paster, Strasbourg arbeitete er zunächst bei Ernst & Young, Frankfurt in der Wirtschaftsprüfung. Nach 7 Jahren wechselte er in die Industrie und war dort hauptsächlich bei börsennotierten Unternehmen im Bereich Internal Audit und Risikomanagement tätig.

Vortrag: Corporate Social Credit System in China - Implikationen für deutsche Unternehmen mit China-Geschäft

Der chinesische Regulator hat bereits 2014 begonnen, den rechtlichen Rahmen für das Sozialkreditsystem (CSCS), auszuarbeiten. Das CSCS, daß mittlerweile in Kraft getreten ist, bietet für Unternehmen sowohl Chancen als auch Risiken. Gerade für in der Volksrepublik China tätige Unternehmen – egal ob produzierend oder vertrieblich - ist es daher essentiell, sich mit dem CSCS auseinander zu setzen. Im Vortrag beleuchten Philipp Senff und Volker Reichert das CSCS aus Sicht eines deutschen börsennotierten Mittelständlers und wie in der Praxis damit umzugehen ist.


Erik Roßmeißl

Mitglied des Vorstands (CFO)

WITTENSTEIN SE

Erik Roßmeißl (geb. 1969) studierte technisch orientierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität Stuttgart mit dem Schwerpunkten Controlling und strategische Planung sowie Verfahrenstechnik. Von 1997 bis 2000 war er als Assistenz der Vertriebsleitung der WITTENSTEIN alpha GmbH im internationalen Vertrieb tätig, bevor er von 2001 bis 2012 die Geschäftsführung der WITTENSTEIN bastian GmbH übernahm. 2012 wechselte er als Kaufmännischer Leiter in die Konzernzentrale der Unternehmensgruppe. Die Berufung in den Vorstand (CFO) erfolgte 2016.

Vortrag: Risikomanagement im Unternehmen: Notwendiges Übel oder strategischer Vorteil?

Ist Risikomanagement nur ein weiteres bürokratisches Hindernis oder ein unverzichtbares Werkzeug für den Unternehmenserfolg? Dieser Vortrag bietet eine kritische Analyse und gibt pragmatische Tipps, wie Risikomanagement sinnvoll in den Unternehmensalltag integriert werden kann.


Steffen Schürg

Direktor Integrierte Managementsysteme

CORPORATER GmbH

Herr Schürg ist der Direktor für integrierte Managementsysteme bei Corporater. Er verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung im Bereich Risikomanagement. Seine Expertise erstreckt sich über ein breites Spektrum an Risikomanagementdisziplinen, darunter operative, finanzielle, Compliance- und strategische Risiken. Mit einem tiefen Verständnis für die Komplexität und Verflechtungen des integrierten Risikomanagements hat Herr Schürg eine nachgewiesene Erfolgsbilanz im effektiven Management von Risiken unter Verwendung von softwarebasierten GRC-Prozessen.

Seit seinem Eintritt bei Corporater im Jahr 2021 unterstützt Herr Schürg, Unternehmen in der DACH-Region, bei der gewinnbringenden Nutzung der Corporater Business Management Plattform. Er bietet fachkundige Beratung bei der Gestaltung und Implementierung von Corporater-Lösungen und stellt sicher, dass diese Lösungen Organisationen in die Lage versetzen, Risiken effektiv zu managen und verschiedenen Standards und regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden.

Vor seiner Tätigkeit bei Corporater war Herr Schürg als Leiter des Risikomanagements für eine große deutsche Einzelhandelsgruppe und im Risikomanagement-Consulting tätig. Er ist ein anerkannter Experte in der Risikomanagement-Community, hält regelmäßig Vorträge auf Branchenkonferenzen und verfasst Artikel über Best Practices im Risikomanagement.

Vortrag: Risikomanagement im Wandel: Ein praxisorientierter Implementierungsansatz der Deutschen Telekom

  • Bericht aus Praxiserfahrung bei der Einführung und Nutzung von Risikomanagement-Software von Corporater.                                                                        
  • Entwicklung und Optimierung des Risikomanagements im Zeitverlauf 
  • Vorteile eines länderübergreifenden Ansatzes bei Identifikation, Bewertung, Steuerung und Reporting von Risiken
  • Ausblick: Wie künstliche Intelligenz künftig Genauigkeit und Anwenderfreundlichkeit erhöhen kann

Dr. Andreas Schwab MdEP

Mitglied des Europäischen Parlaments (MdEP)

Dr. Andreas Schwab ist seit 2004 Mitglied des Europäischen Parlaments. 1973 geboren, studierte er Rechtswissenschaften an der Universität Freiburg und am Institut d'Etudes Politiques in Paris und erwarb 2000 einen LL.M. an der Universität von Wales. Er arbeitete als Berater für den Europäischen Konvent in der Abteilung für Europäische Angelegenheiten des Staatsministeriums Baden-Württemberg, während er 2002 promovierte und 2003 sein zweites juristisches Staatsexamen ablegte. Er ist Koordinator der EVP-Fraktion im Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz, stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Währung, Vorsitzender der Delegation für die nördliche Zusammenarbeit und für die Beziehungen zur Schweiz, Norwegen, Island und dem EWR, Mitglied des Präsidiums der EVP-Fraktion sowie Vorsitzender der CDU Südbaden. Er steuert maßgebliche Gesetzgebung zu Wettbewerbspolitik, Verbraucherrechten, Dienstleistungen und Cybersicherheit.

Vortrag: Abbau von Berichtspflichten – ein Einblick in die aktuelle EU-Gesetzgebung

In seinem Vortrag gibt Herr Dr. Schwab einen Überblick über aktuelle Entwicklungen in der EU-Gesetzgebung mit besonderem Fokus auf die Vereinfachung von Berichtspflichten und regulatorischen Anforderungen für Unternehmen, insbesondere im Zusammenhang mit Gesetzesinitiativen wie dem Omnibus Act.


Laura Selbach

Group Head für Information Risk Management

ODDO BHF

Laura Selbach ist Group Head für Information Risk Management bei der ODDO BHF und zuständig für den Aufbau eines BaFin und DORA compliant Information Risk Managements an allen Standorten der Bank, inklusive Deutschland, Frankreich, Schweiz, Tuniesen und USA.

Nachdem Frau Selbach ursprünglich in einer Bank startete, ist sie dann für mehrere Jahre in Beratungen gewechselt. Zunächst in einer Beratungsboutique für CIO und CISO advisory in der Schweiz, mit einem Fokus auf Banken und finanznahe Industrien, später in eine Großberatung mit dem bleibenden Fokus auf Security, jedoch in TelCo und Pharma-Unternehmen, insbesondere im EMEA-Raum. Im Rahmen dieser Zeit hat Sie verschiedene Projekte und Programme im Bereich Security, GRC und BCM geleitet und war als (deputy) CISO-as-a-Service bei einem Telco-Provider aktiv.

In ihrer aktuellen Tätigkeit beschäftigt sich Frau Selbach mit der Schließung verschiedener BaFin Findings aus einer bekannten 44er Prüfung und der Sicherstellung einer nachhaltigen Implementierung der Änderungen. Frau Selbach hat International Management im Doppel-Bachelor und Restructuring Management im Master in Deutschland und England studiert, und hat relevante Zertifikate zu BSI Grundschutz, ISO27001, adaptive BCM und CRISC (ISACA).

Vortrag: Quantifizierung von Cyberrisiken – Zwischen Würfelspiel und Emotionen

In dem Vortrag vergleiche ich verschiedene Bewertungsmodelle bzw. Ansätze von Cyberrisiken. Dabei zeige ich dann auch auf, wie wir als Bank die für uns optimalen Modelle ausgewählt und kombiniert haben, um je nach Risikotyp eine möglichst präzise Bewertung zu erreichen. Der Vortrag bietet praxisnahe Einblicke in die Quantifizierung von Cyberrisiken und deren Anpassung an spezifische Geschäftsanforderungen.


Philipp Senff

Partner und Head of Compliance China

CMS China

Philipp Senff ist Partner und Head of Compliance China im Shanghaier Büro von CMS. Herr Senff befasst sich seit mehr als 15 Jahren mit dem China-Geschäft und gehört zu den führenden Rechtsanwälten für Gesellschaftsrecht, Compliance- und Risikomanagement in China. Philipp Senff ist sehr erfahren bei der Beratung von Industrieunternehmen und Banken mit Blick auf Unternehmensakquisitionen, Joint Ventures, Restrukturierungen, Gesellschafterkonflikten, Corporate Governance und Krisensituationen in China. Philipp Senff hat eine sehr anerkannte deutsch-chinesische Beratungspraxis mit Spezialisierung auf Compliance- und Risikomanagement aufgebaut. Dazu gehören Risikoprüfungen, Internal Investigations, Whistleblower Management, Corporate Governance, Strategien für robuste Einkaufs- und Vertriebsstrukturen sowie die Durchsetzung von China-tauglichen Compliance Management Systemen, um Unternehmen und deren Management vor Haftungsrisiken zu schützen. Herr Senff war zuvor mehrere Jahre Leiter des Shanghaier Büros einer zum Silver Circle gehörenden britischen Rechtsanwaltskanzlei. Philipp Senff publiziert zu Management- und Rechtsthemen und wird regelmäßig in der Wirtschaftspresse zitiert.

Vortrag: Corporate Social Credit System in China - Implikationen für deutsche Unternehmen mit China-Geschäft

Der chinesische Regulator hat bereits 2014 begonnen, den rechtlichen Rahmen für das Sozialkreditsystem (CSCS), auszuarbeiten. Das CSCS, daß mittlerweile in Kraft getreten ist, bietet für Unternehmen sowohl Chancen als auch Risiken. Gerade für in der Volksrepublik China tätige Unternehmen – egal ob produzierend oder vertrieblich - ist es daher essentiell, sich mit dem CSCS auseinander zu setzen. Im Vortrag beleuchten Philipp Senff und Volker Reichert das CSCS aus Sicht eines deutschen börsennotierten Mittelständlers und wie in der Praxis damit umzugehen ist.


Reiner Wetzel

Account Manager

Control Risks

Seit 3 Jahren ist Reiner Wetzel einer der zentralen Ansprechpartner von Control Risks für international tätige Unternehmen und Organisationen aus Deutschland. 

Das Themenspektrum von Control Risks umfasst alle physischen Sicherheitsrisiken, geopolitische Fragestellungen, die Aufklärung von Wirtschaftskriminalität aller Art sowie Informationssicherheitsrisiken. 

Davor war er mehrerer Jahre auf die Informationssicherheit spezialisiert und half hauptsächlich europäischen Konzernen und großen öffentlichen Organisationen aus Deutschland bei der Bewältigung von fachlichen und organisatorischen Herausforderungen auf diesem Gebiet. 

In dieser Zeit war er auch die organisatorische Schnittstelle eines der größten Teams ethischer Hacker im deutschsprachigen Raum. Zu diesen Themen kam er über seine beruflichen Anfänge in der Bankenregulatorik, welche im Einblicke in die internen Abläufe der relevantesten Geldhäuser des Kontinents gegeben hat.

Vortrag: Der Umgang mit geopolitischen Risiken - Beispiele aus der internationalen Praxis 

Eigentlich wissen wir doch alle, was gerade auf der Welt passiert. 

Eigentlich sind wir doch, durch die Nachrichten und eigene Quellen in unseren internationalen Netzwerken, bestens informiert. Noch dazu sind wir intelligent genug, um die uns präsentierten Informationen entsprechend einzuordnen und zu verarbeiten um unserem Management dementsprechend die, für die jeweilige Situation, besten Handlungsempfehlungen zu unterbreiten. 

Aber sind wir das wirklich? 

Kann man das vielleicht strukturiert und proaktiv angehen, ohne die nächsten Schlagzeilen abwarten zu müssen? 

Der Vortrag will hierzu Inspiration und Einblicke liefern sowie die Basis für die dann anschließende Diskussion bilden.


Prof. Dr. Gabriele Wieczorek

Professorin für industrielle Statistik und Wahrscheinlichkeitstheorie

Hochschule Hamm-Lippstadt

Prof. Dr. Gabriele Wieczorek ist Professorin für industrielle Statistik und Wahrscheinlichkeitstheorie an der Hochschule Hamm-Lippstadt. Sie promovierte in mathematischer Statistik an der Ruhr-Universität Bochum und arbeitete zuletzt im Risikocontrolling eines großen Gasversorgungsunternehmens. Aktuell lehrt sie Risikomanagement und Statistik in Bachelor- und Masterstudiengängen. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in Data Analytics Methoden, insbesondere der nicht-frequentistischen Statistik, und zielen auf die Analyse und Quantifizierung von (schwer zu bewertenden) Risiken ab. Ferner forscht sie zu aktuellen Themen wie Digitalisierung und KI-Anwendungspotentialen in Governance, Risk und Compliance.

Vortrag: Risikotragfähigkeitsmessung im Kontext einer risikoorientierten Unternehmensführung

Die Risikotragfähigkeit eines Unternehmens und potentielle bestandsgefährdende Entwicklungen sind eng miteinander verbunden. Die Risikotragfähigkeit kann als maximaler finanzieller Puffer interpretiert werden, der zur Abdeckung der Gesamtheit aller Risiken zur Verfügung steht, bevor die Auswirkungen bestandsgefährdend werden. Ein Konzept zur Risikotragfähigkeitsmessung ist folglich ein wesentliches Element einer risikoorientierten Unternehmensführung und unerlässlich, um die Resilienz des Unternehmens gegenüber existenzbedrohenden Ereignissen zu beurteilen und den aktuellen gesetzlichen Anforderungen (StaRUG §1, AktG §91) an ein wirksames Risikomanagement zu entsprechen. Der Vortrag zeigt anhand eines fiktiven Unternehmensbeispiels auf, wie die Risikotragfähigkeitsmessung in der Praxis umgesetzt werden kann.