Referenten und Vorträge

Matthias Beck

Vorstand / Head of Group Insurance/Riskmanagement 

GVNW e.V. / Adolf Würth GmbH & Co. KG

Matthias Beck ist seit 2005 bei der Würth-Gruppe tätig, wo er die Abteilung Konzernversicherungen leitet und seit 2008 auch für das Risikomanagement verantwortlich ist. Er ist ebenfalls in verschiedenen Aufsichtsgremien tätig, darunter die Captives der Würth-Gruppe und die Waldenburger Versicherung AG. Seit 2016 ist er zudem Vorstandsmitglied im Gesamtverband der versicherungsnehmenden Wirtschaft e.V. (GVNW). Nach seiner Ausbildung zum Versicherungskaufmann und einem Studium zum Betriebswirt (VWA) sammelte er umfangreiche Berufserfahrung in der Versicherungsbranche, unter anderem bei der SV Sparkassen Versicherung AG, einem mittelständischen Versicherungsmakler und als Inhouse Broker bei der damaligen DLW Aktiengesellschaft.

Vortrag: NatCat-Risiken im Fokus: GVNW-Umfrageergebnisse und Praxisbeispiele für integriertes Risiko- & Versicherungsmanagement

Matthias Beck erläutert im Anschluss zum Einführungsvortrag von Stefan Rosenowski am Beispiel der Würth-Gruppe wie NatCat-Risiken analysiert und bewertet werden, welche Tools zum Einsatz kommen und wie die Abstimmung mit Schnittstellenbereichen erfolgt. In der Einführung stellt Herr Rosenowski die Ergebnisse der Mitgliederumfrage des Gesamtverbands der versicherungsnehmenden Wirtschaft (GVNW) zur Risikofinanzierung von Naturgefahren über Versicherungen vor und kommentiert daraus abgeleitet wesentliche Erkenntnisse sowie die Positionierung des GVNW im Rahmen der politischen Diskussionen rund um die Einführung einer Elementarschaden-Pflicht-Versicherung. 


Prof. Dr. Thomas Berger

Professor

DHBW Lörrach

Thomas Berger ist Studiengangsleiter für Mechatronik Trinational an der DHBW Lörrach. Er hat mehr als 20 Jahre Erfahrung im Risikomanagement. Seine Forschungs- und Lehrgebiete decken das Risikomanagement und den technischen Vertrieb ab. Er lehrt Risikomanagement u.a. am ZWW der Universität Augsburg, der FH Kufstein und der TH Deggendorf.

Podiumsdiskussion: Künstliche Intelligenz im Risikomanagement – Hype, Nutzen und Grenzen

Den Auftakt der Veranstaltung bilden die zentralen Ergebnisse einer Befragung von Softwareanbietern zur Integration von KI‑Komponenten. Die Auswertung gibt einen aktuellen Überblick darüber, in welchen Bereichen KI heute bereits eingesetzt wird, welche Erwartungen mit ihr verbunden sind und wo Anbieter selbst Grenzen, Abhängigkeiten und offene Fragen sehen. Diese Einordnung schafft eine gemeinsame Faktenbasis für die anschließende Diskussion.

Künstliche Intelligenz hält zunehmend Einzug ins Risikomanagement – von automatisierter Risikoidentifikation bis zu KI‑gestützten Analysen. Gleichzeitig wächst die Unsicherheit: Wie belastbar sind die Ergebnisse? Wie transparent sind die Modelle? Und wo entstehen neue Risiken durch den KI‑Einsatz selbst?

In dieser Podiumsdiskussion diskutieren Experten aus Praxis und Wissenschaft,
– wo KI heute echten Mehrwert liefert,
– wo Grenzen, Abhängigkeiten und Scheinsicherheiten liegen
– und wie KI verantwortungsvoll in bestehende Risikomanagement‑Prozesse integriert werden kann.

Im Mittelpunkt stehen Praxis, Methodik und kritische Einordnung – jenseits von Marketingversprechen und Technologie‑Hype.


Gabriele Bornemann

Geschäftsführende Gesellschafterin

Management Alliance

Gabriele Bornemann verfügt über rund 30 Jahre operative Erfahrung in der Unternehmensführung und ausgewiesene Branchenexpertise in Finanzdienstleistung, Maschinenbau und Industrie.

Nach zwölf Jahren Bankenerfahrung mit Schwerpunkt Kreditfinanzierung und Restrukturierung sowie zehn Jahren Tätigkeit in börsennotierten Gesellschaften – unter anderem als Head of Investor Relations, Head of M&A, Head of Controlling & Riskmanagement und in der Betreuung des Aufsichtsrats – gründete sie 2017 die Management Alliance.

Die Gesellschaft ist zertifizierter Lehrgangsanbieter der Deutsche Börse AG und bereitet Vorstände sowie Aufsichtsräte gezielt auf die Abschlüsse „Qualifizierter Aufsichtsrat“ und „Financial Expert“ vor. Darüber hinaus bietet sie eine führende Expertenplattform für Governance-Fragen von Unternehmen und Aufsichtsgremien.

Podiumsdiskussion: Risikomanagement aus Sicht von Vorstand und Aufsichtsrat – Nutzen, Grenzen, Erwartungen

Risikomanagement soll Orientierung geben – wird aber nicht selten als zu komplex, zu formal oder zu wenig entscheidungsrelevant wahrgenommen.
Vorstände und Aufsichtsräte diskutieren offen, wo Risikomanagement heute überzeugt, wo es an den Erwartungen der Unternehmensführung vorbeigeht und was sich ändern muss, damit es mehr ist als ein Pflichterfüllungsinstrument. 

Im Fokus stehen kritische Fragen:
Welche Informationen helfen wirklich?
Wo entstehen Scheinsicherheiten?
Und wie gelingt der Schritt vom Reporting zur echten Entscheidungsunterstützung?

Eine pointierte Diskussion über Anspruch und Realität des Risikomanagements auf Top‑Management‑Ebene.


Astrid Donaubauer

Strategische Produktmanagerin

Schleupen SE

Astrid Donaubauer ist im strategischen Produktmanagement & Risikomanagement der Schleupen SE zuständig für die Weiterentwicklung der Softwareprodukte gemäß der gesetzlichen und fachlichen Anforderungen, der Markt- und Technologietrends sowie der Kundenbedürfnisse. Der aktuelle Fokus liegt auf der Erarbeitung unterstützender Funktionalitäten für die CSRD-Berichterstattung.

Vortrag: Geopolitische Risiken und Lieferketten: Wie Risikomanagement praxisnahe unterstützen kann

Der Vortrag beleuchtet, wie Unternehmen mit geopolitischen Risiken wie Handelskonflikten, regionalen Eskalationen oder Cyberangriffen strategisch umgehen können. Welche Fragen sollten sich Unternehmen stellen, um Abhängigkeiten in Lieferketten und im TPRM frühzeitig zu erkennen? Die Teilnehmenden erhalten Denkanstöße, eine praxisnahe Checkliste sowie konkrete Impulse, welchen Beitrag ein strukturiertes Risikomanagement zur Bewertung von Auswirkungen, zur Ableitung von Maßnahmen und zur Stärkung der organisationalen Resilienz leisten kann.


Stephan Dorner

CEO

risk on mind® GmbH

Stephan Dorner ist der Gründer und CEO der risk on mind® GmbH mit Sitz in Wien. Seine berufliche Laufbahn begann als Maschinenbauer, wo er wertvolle Erfahrungen sammelte, bevor er in die Bereiche Brandschutztechnik und Anlagenbau wechselte. Anschließend arbeitete Stephan bei einem Versicherer im Bereich Risikobewertung und -management. Diese vielfältigen beruflichen Stationen haben ihm ein umfassendes Wissen in Portfoliomanagement, Versicherungswesen, Management Consulting und Schulungen vermittelt.

Mit über 25 Jahren Industrieerfahrung und tiefgehendem Know-how im technischen Brandschutz hat Stephan im Laufe seiner Karriere über 4000 Industrieanlagen besichtigt. Er hat sich als Experte in zahlreichen Branchen wie Lebensmittel, Chemie, Holz, Papier, Automobil und Verpackung etabliert. Stephan ist ein TÜV-zertifizierter Risikoingenieur und besitzt ein Zertifikat für die Gewerbeberechtigung Unternehmensberatung.

Darüber hinaus teilt Stephan als Speaker und Trainer für die BVS – Brandschutzstelle Oberösterreich und einige Universitäten im DACH-Raum sein umfassendes Fachwissen und seine Erfahrungen. Im Jahr 2025 wurden Stephan und sein Team zu den „Besten Beratern Österreichs“ gewählt. Dank seiner Erfahrung auf Seiten der Versicherer, der Risikomanager und als Maschinenbauer kann Stephan vielen Unternehmen helfen, ihre Prozesse zu optimieren – und genau das möchte er auch mit seinem Vortrag erreichen.

Vortrag: Henne oder Ei im Risikomanagement: Wie klare Verantwortlichkeiten bessere Entscheidungen im Risikotransfer ermöglichen

Wer trägt eigentlich die Verantwortung für den Risikotransfer – das Risikomanagement oder die Versicherungsabteilung?

Genau hier beginnt das klassische Henne‑oder‑Ei‑Problem vieler Organisationen.

In der Praxis zeigt sich häufig: Das Risikomanagement ist nicht für Versicherungsentscheidungen zuständig, obwohl der Risikotransfer untrennbar mit Risikoanalyse, Bewertung und Steuerungsmaßnahmen verbunden ist. Die Folge? Risiken, die nie sauber analysiert wurden, werden vorschnell versichert – oft ohne strategische Notwendigkeit oder ohne zu prüfen, ob effizientere, kostengünstigere oder wirksamere Maßnahmen existieren.

Im Vortrag zeigen wir, warum klare Verantwortlichkeiten im Risikomanagement nicht nur Entscheidungsqualität und Effizienz steigern, sondern auch maßgeblich beeinflussen, was überhaupt versicherbar ist. Denn auch die Versicherbarkeit an sich ist ein Risiko, das Organisationen zunehmend beschäftigt – und das häufig unterschätzt wird.

Freuen Sie sich auf konkrete Beispiele, kritische Denkanstöße und praxisnahe Ansätze, wie Risikomanager:innen den Risikotransfer wieder zu einem strategischen Werkzeug machen – statt zu einer reinen administrativen Pflichtübung.


Armin Fehr

Director Business Analytics & Performance Measurement

B. Braun Familienholding SE & Co. KG

Armin Fehr ist seit 1997 für die B. Braun Gruppe in verschiedenen Positionen tätig. Aktuell verantwortet er das Beteiligungscontrolling und das Risikomanagement sowie das Center of Competence (CoC) „People Analytics and Reporting“ innerhalb der HR-Organisation.

Vortrag: Geopolitische Risiken und Lieferketten: Wie Risikomanagement praxisnahe unterstützen kann

Der Vortrag beleuchtet, wie Unternehmen mit geopolitischen Risiken wie Handelskonflikten, regionalen Eskalationen oder Cyberangriffen strategisch umgehen können. Welche Fragen sollten sich Unternehmen stellen, um Abhängigkeiten in Lieferketten und im TPRM frühzeitig zu erkennen? Die Teilnehmenden erhalten Denkanstöße, eine praxisnahe Checkliste sowie konkrete Impulse, welchen Beitrag ein strukturiertes Risikomanagement zur Bewertung von Auswirkungen, zur Ableitung von Maßnahmen und zur Stärkung der organisationalen Resilienz leisten kann.


Tjark Fütterer

Student
DHBW Stuttgart 

Tjark Fütterer absolviert derzeit ein duales Studium im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen mit Fachrichtung Maschinenbau an der DHBW Stuttgart in Kooperation mit der Andreas STIHL AG & Co. KG. Parallel ist er freiberuflich im Projektmanagement sowie im internationalen Business Development mit Schwerpunkt USA bei STIHL Incorporated und der Freiburger Akademie tätig.

Im Rahmen seiner Tätigkeiten ist er unter anderem an der Optimierung vertriebsnaher Systeme sowie an der Entwicklung datenbasierter Ansätze zur Vertriebssteuerung beteiligt. Darüber hinaus verfügt er über internationale Erfahrung in der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den USA und wirkt an der Weiterentwicklung marktspezifischer Vertriebsapplikationen mit.

Vortrag bei Podiumsdiskussion: Künstliche Intelligenz im Risikomanagement: Theoretische Möglichkeiten und Umsetzung in der Unternehmenspraxis

Die dem Vortrag zugrunde liegende Studienarbeit untersucht den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Risikomanagement auf Basis einer systematischen Literaturanalyse sowie einer empirischen Unternehmensbefragung. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass sich der Einsatz von KI derzeit auf einzelne Prozessschritte und Anwendungsfelder konzentriert, während eine durchgängige Integration in bestehende Risikomanagementprozesse bislang die Ausnahme darstellt. Damit liefert die Studie einen fundierten Überblick über den aktuellen Stand der theoretischen sowie der praktischen Nutzung von KI im Risikomanagement.


Jan-Philip Gärtner

Head of Enterprise Risk Management 

Hubert Burda Media Holding KG 

Herr Gärtner ist Head of Enterprise Risk Management bei der Hubert Burda Media Holding KG und verantwortet die Weiterentwicklung des Konzernrisikomanagements. Als Sparringspartner der Tochtergesellschaften verfolgt er einen Business Risk Partner-Ansatz, bei dem das Enterprise Risk Management konsequent am Geschäftsmodell ausgerichtet wird.

Zuvor war er als Referent der Geschäftsführung in der Automobilindustrie sowie als Referent der CEO BurdaCommerce tätig und verantwortete strategische Initiativen und Transformationsprojekte in den Bereichen E-Commerce, Finance, IT und Innovation. Er war Teil des Leitungsteams der Restrukturierung der Cyberport SE und wechselte anschließend in das Risikomanagement der Holding, um den Ausbau resilienterer Strukturen innerhalb der gesamten Unternehmensgruppe weiter zu begleiten.

Herr Gärtner absolvierte sein Masterstudium des Wirtschaftsingenieurwesens in Offenburg und Lyon (Frankreich). Er ist Certified Enterprise Risk Manager (TU München) sowie Co-Leiter der RMA-Arbeitskreise „Interne Revision und Risikomanagement“ und „Künstliche Intelligenz und Risikomanagement“. In seiner Arbeit verbindet er praxisorientiertes Risikomanagement mit einem hohen Automatisierungsgrad und dem gezielten Einsatz von Künstlicher Intelligenz.

Vortrag: AK Künstliche Intelligenz und Risikomanagement - KI im Risikomanagement: Kontrollverlust oder neue Steuerungsqualität?

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz verändert nicht nur Geschäftsmodelle, sondern stellt auch das Risikomanagement vor neue Herausforderungen. Der Vortrag zeigt, wie KI-Risiken systematisch in ein konzernweites Risikomanagement integriert werden können und wie KI bereits heute entlang des Risikomanagementzyklus eingesetzt wird, um Transparenz, Effizienz und Steuerungsfähigkeit zu erhöhen.


Prof. Dr. Werner Gleißner

Vorstand

FutureValue Group AG

Prof. Dr. Werner Gleißner, Jahrgang 1966, ist Vorstand der FutureValue Group AG und Honorarprofessor für Betriebswirtschaft, insb. Risikomanagement, an der Technischen Universität Dresden sowie Vorstand des EACVA (European Association of Certified Valuators and Analysts) und der DGfKM (Deutsche Gesellschaft für Krisenmanagement). Außerdem ist er Mitglied im Beirat der RMA Risk Management & Rating Association e.V. Seine Forschungs- und Tätigkeitsschwerpunkte liegen im Bereich Risikomanagement, Bewertung & Rating, Unternehmensstrategie (einschließlich Nachhaltigkeits- und ESG-Strategien) sowie der Entwicklung von Methoden für eine simulationsbasierte Risikoaggregation – z.B. für die Vorbereitung von Management-Entscheidungen („Strategiebewertung“) und Value Investing. 

Er vertritt einen neuen Forschungsansatz zur Integration der bisher weitgehend getrennten Methoden im Risikomanagement, Rating und Bewertung (speziell durch die Nutzung von Simulationsverfahren). Er ist Autor zahlreicher Fachartikel und Bücher.

Vortrag: Aktuelle Herausforderungen für das Risikomanagement sowie Potenziale und Gefahren durch künstliche Intelligenz (KI)

Gerade in einer Zeit mit hohen volkswirtschaftlichen und geopolitischen Risiken ist das Risikomanagement besonders gefordert. Es sollte als Ergänzung zu einer robusten Strategie als Pfeiler für die Absicherung des Unternehmenserfolgs verstanden werden. Neben einer Ausrichtung auf unternehmerische, speziell strategische Entscheidungen, bbanspruchsvolle Methoden, wie beispielsweise Gefahren zur Quantifizierung von Nachhaltigkeitsrisiken oder eine Monte-Carlo-Simulation für die Risikoaggregation. Mindestanforderungen werden hier regulatorisch vorgegeben (siehe §1 StaRUG, IDW S16 und CSRD). 

Naheliegend ist es für die Bewältigung all dieser Herausforderungen künstliche Intelligenz einzusetzen. 

Im Vortrag werden die aktuellen Herausforderungen an das Risikomanagement und die Möglichkeiten – aber die oft unterschätzten – Limitierungen und Gefahren durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz gezeigt.


Prof. Dr. Stefan Hunziker

Professor für Risikomanagement

Hochschule Luzern

Stefan Hunziker ist Professor für Risikomanagement an der Hochschule Luzern und Leiter des Kompetenzzentrums Risk & Compliance Management. Er forscht zu Enterprise Risk Management, Entscheidungsqualität und finanzieller Resilienz und publiziert regelmäßig in wissenschaftlichen und praxisorientierten Zeitschriften. In seiner Beratungstätigkeit unterstützt er Unternehmen und öffentliche Institutionen beim Aufbau moderner, entscheidungsorientierter Risikomanagement-Systeme.

Vortrag: Beyond Numbers: Risikomanagement als Treiber strategischer Debatten

  • Risikomanagement als Bestandteil strategischer Entscheidungsprozesse
  • Quantifizierung: Nutzen, Grenzen und Illusionen von Präzision
  • Wie Risikomanagement die Entscheidungsqualität erhöht
  • Umgang mit epistemischer, aleatorischer und radikaler Unsicherheit
  • Strategisches Narrativ & Risikokommunikation im Top-Management

Andreas König

Stabsbereichsleiter Revision

Siemens-Betriebskrankenkasse

Andreas König leitet seit 2014 den Bereich Interne Revision der SBK (Siemens-Betriebskrankenkasse). In den vergangenen Jahren wurden im Stabsbereich weitere Governance-Funktionen – darunter Compliance, Internes Kontrollsystem, Risikomanagement, Korruptionsprävention, Informationssicherheit und Business Continuity Management – gebündelt, die er in einer übergreifenden Governance-Rolle verantwortet. Sein Verantwortungsbereich entwickelt die konzeptionellen Rahmenwerke, koordiniert die übergreifende Steuerung und unterstützt das Management durch konsolidierte Berichte und Analysen.

Er verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung in Fach- und Führungsfunktionen innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung und bringt eine langjährige Branchenperspektive in Governance- und Prüfungsfragen ein. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Verzahnung der Governance- und Assurance-Funktionen sowie der Weiterentwicklung eines gemeinsamen Risikoverständnisses über die Organisation hinweg.

Darüber hinaus leitet er gemeinsam mit einem weiteren Vertreter den Arbeitskreis „Interne Revision in gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherungen“ des Deutschen Instituts für Interne Revision e. V. (DIIR). In diesem Fachgremium werden Erfahrungen zu Governance-, Risiko- und Kontrollsystemen organisationsübergreifend ausgetauscht und weiterentwickelt.

Vortrag: Einführung einer integrierten GRC-Lösung – Erfahrungen aus der Praxis der SBK

Die SBK hat Risikomanagement, Internes Kontrollsystem und Compliance in den vergangenen Jahren neu ausgerichtet und in diesem Zuge eine integrierte GRC-Softwarelösung eingeführt. Der Vortrag gibt Einblick in Ausgangslage, Zielbild und Vorgehen sowie in zentrale Herausforderungen bei der Ablösung überwiegend Excel-basierter Ansätze im laufenden Betrieb.

Im Mittelpunkt stehen Erfahrungen aus der fachlichen und organisatorischen Umsetzung, die Verzahnung der verschiedenen Governance-Funktionen und die Entwicklung eines gemeinsamen Risikoverständnisses über Fachbereiche hinweg. Anhand ausgewählter Praxisbeispiele werden Erfolgsfaktoren, Herausforderungen und Learnings aus der Systemeinführung dargestellt sowie Ansätze zur nachhaltigen Verankerung in Organisation und Steuerungsprozessen aufgezeigt.


Dr. Moritz Kraemer

Chefvolkswirt und Leiter des Konzernbereichs Research 

Landesbank Baden-Württemberg

Dr. Moritz Kraemer ist seit November 2021 Chefvolkswirt und Leiter des Konzernbereichs Research der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Bis 2018 war er der globale Chief Rating Officer für Staatenratings bei S&P Global (vormals Standard & Poor’s). Danach war Dr. Kraemer Vorsitzender des wirtschaftlichen Beraterstabs von R.J. Fleming & Co und Chefökonom von CountryRisk.io, einer Plattform zur Erstellung von Länder-, ESG- und SDG-Risiken. Außerdem fungierte er zwischen 2019 und 2021 als Non-Executive Director von Scope Ratings, der größten europäischen Ratingagentur. Nach seiner Promotion an der Universität Göttingen 1996 war er bis 2001 als Ökonom bei der Inter-Amerikanischen Entwicklungsbank in Washington, D.C. und Honduras tätig. Dr. Kraemer ist Senior Fellow am Centre for Sustainable Finance an der SOAS University of London, sowie Lehrbeauftragter am House of Finance der Goethe-Universität Frankfurt.

Vortrag: Weshalb kommt Deutschland nicht so richtig aus der Stagnationsfalle? 

Tatsächlich gibt es viele Gründe für den Verlust der Wachstumsdynamik. Bei einigen, wie dem demografischen Wandel, kann man nur wenig machen. Die Wirtschaftspolitik war in vielen Fällen auch nicht gerade hilfreich. Allerdings liegen einige Gründe bei Bürgern und Unternehmen selbst: oft sind wir zu zögerlich, die Zukunft leidenschaftlich zu umarmen und versuchen uns stattdessen nostalgisch in eine vermeintlich goldene Vergangenheit zurückzuretten.


Philipp Lingnau

Senior Manager

DHL AG 

Philipp Lingnau ist Senior Manager in seit elf Jahren in der Internen Revision der DHL AG tätig und seit fünf Jahren für die Prüfung des Konzernrisikomanagementsystems verantwortlich. Zuvor war sechs Jahre als Wirtschaftsprüfer und Steuerberater bei PwC Deutschland tätig, vorwiegend in der Jahresabschlussprüfung von DAX-Unternehmen und international agierenden Konzernen. Anschließend wechselte er zur internen Revision der Deutsche Post AG (heute DHL AG). Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in Finanzprüfungen, insbesondere im internen Kontrollsystem sowie in rechnungslegungsbezogenen Prüfungen. Als Leiter des Arbeitskreises „Interne Revision und Risikomanagement“ – einer gemeinsamen Initiative des Deutsches Instituts für Interne Revision e. V. (DIIR) und der Risk Management Association (RMA) – bringt er seine Prüfungsexpertise in das Risikomanagements ein.

Vortrag: AK Interne Revision und Risikomanagement - Prüfung der Business Judgment Rule im Rahmen der Prüfung des Risikomanagementsystems durch die Interne Revision

Bedeutende unternehmerische Entscheidungen müssen gemäß § 93 AktG auf Grundlage angemessener Informationen getroffen werden, damit die Business Judgment Rule greift und keine persönliche Haftung des Leitungsorgans entsteht. Der Vortrag zeigt praxisorientierte Ansätze zur Prüfung von Managemententscheidungen durch die Interne Revision auf und stellt konkrete Prüfungshandlungen sowie ein strukturiertes Arbeitsprogramm vor.


Samira Moussaoui

Fachexpertin Risikomanagement

Siemens-Betriebskrankenkasse

Samira Moussaoui ist Fachexpertin für Risikomanagement bei der SBK (Siemens-Betriebskrankenkasse). Seit 2014 ist sie in der Internen Revision tätig und verfügt über umfassende Erfahrung in der Analyse, Bewertung und Optimierung von Governance- und Kontrollprozessen. Im Jahr 2021 übernahm sie die Konzeption und Implementierung des Compliance Management Systems innerhalb der SBK.

Vor dem Hintergrund zunehmender regulatorischer Anforderungen entwickelte sie ein strukturiertes, unternehmensweit ausgerichtetes Compliance-Framework, das sowohl gesetzliche Vorgaben als auch interne Richtlinien systematisch abbildet. Aufbauend auf diesem Fundament initiierte sie die Weiterentwicklung hin zu einer integrierten Governance-, Risk- und Compliance-(GRC)-Lösung. Ziel ist es, Compliance- und Risikomanagementprozesse enger zu verzahnen, Transparenz über Risiken und Kontrollen zu schaffen sowie Synergien zwischen Fachbereichen, Revision und Management zu nutzen.

Im Rahmen der Konzeption begleitete sie die Bedarfsanalyse, definierte Rollen- und Verantwortlichkeitsmodelle, etablierte ein einheitliches Reporting und unterstützte die Auswahl sowie Einführung geeigneter Tools. Dabei standen insbesondere die nachhaltige Verankerung in der Organisation, eine praxisnahe Ausgestaltung der Prozesse sowie die Förderung einer gelebten Governance-Kultur im Fokus.

Vortrag: Einführung einer integrierten GRC-Lösung – Erfahrungen aus der Praxis der SBK

Die SBK hat Risikomanagement, Internes Kontrollsystem und Compliance in den vergangenen Jahren neu ausgerichtet und in diesem Zuge eine integrierte GRC-Softwarelösung eingeführt. Der Vortrag gibt Einblick in Ausgangslage, Zielbild und Vorgehen sowie in zentrale Herausforderungen bei der Ablösung überwiegend Excel-basierter Ansätze im laufenden Betrieb.

Im Mittelpunkt stehen Erfahrungen aus der fachlichen und organisatorischen Umsetzung, die Verzahnung der verschiedenen Governance-Funktionen und die Entwicklung eines gemeinsamen Risikoverständnisses über Fachbereiche hinweg. Anhand ausgewählter Praxisbeispiele werden Erfolgsfaktoren, Herausforderungen und Learnings aus der Systemeinführung dargestellt sowie Ansätze zur nachhaltigen Verankerung in Organisation und Steuerungsprozessen aufgezeigt.


Prof. Dr. Guido Palazzo

Professor

Universität Lausanne

Guido Palazzo ist Professor für Unternehmensethik an der Fakultät für Wirtschaft und Wirtschaft der Universität Lausanne. Er studierte Betriebswirtschaft und Philosophie an der Universität Bamberg und promovierte in Politischer Philosophie an der Universität Marburg. Er lehrt und forscht zu den Mechanismen der (un)ethischen Entscheidungsfindung in Organisationen. Guido ist einer der weltweit meistzitierten Wissenschaftler der Unternehmensethik. Er hat mit zahlreichen Vorständen und Führungsteams multinationaler Unternehmen in Europa, den USA und Asien an ethischen und nachhaltigkeitsbezogenen Herausforderungen zusammengearbeitet. Zu seinen Kunden zählen Biontech, Allianz, Audi, Ericsson, Medtronic, Siemens, Clariant, Axpo, Stora Enso, Deutsche Telecom, Takeda, J&J, Novartis, die Federal Reserve Bank NY, das Internationale Olympische Komitee und die Kommunistische Partei Chinas. Sein kürzlich veröffentlichtes Buch "The Dark Pattern. "The Hidden Dynamics of Corporate Scandals" wurde von der FT und der Washington Post empfohlen.

Vortrag: The Dark Pattern. Die verborgenen Dynamiken von Unternehmensskandalen

Dieselgate, Boeing Abstürze, FTX, Theranos, Credit Suisse: Jeden Tag findet man einen neuen Skandal in den Nachrichten, der entweder Unternehmen zerstört oder Schäden in Milliardenhöhe anrichtet. Haben Sie sich dabei jemals gefragt, ob so etwas auch in Ihrer Organisation passieren könnte? Wahrscheinlich nicht – wir neigen alle dazu zu glauben, dass nur andere Führungskräfte in anderen Unternehmen moralisch versagen. Die großen und kleinen Skandale der letzten Jahrzehnte zeigen jedoch das Gegenteil: Die treibende Kraft von Unternehmensskandalen sind nicht Führungskräfte mit Charakterproblemen sondern strukturelle Dynamiken innerhalb der Organisationen. Und diese Dynamiken folgen einem sich wiederholenden Muster. Im Nachhinein sind die ignorierten Warnsignale oft klar erkennbar. Aber was, wenn man lernen könnte, sie rechtzeitig zu lesen?


Florian Polt

Chief Security & Resilience Officer

UNIQA Insurance Group 

Florian Polt, BSc MA ist als Chief Security & Resilience Officer bei der UNIQA Insurance Group für die konzernweite Steuerung der Sicherheitsfunktionen verantwortlich. Mit über 10 Jahren Erfahrung entwickelt und implementiert er Sicherheitsstrategien auf globaler Ebene. Zuvor verantwortete er als Security Officer CEE bei einem DAX 25 Konzern den Schutz von Sach- und immateriellen Werten in Zentral- und Osteuropa.

Vortrag: Vom Code zum Boardroom: Cyberrisiken effektiv übersetzen und steuern 

Cyberrisiken sind Geschäftsrisiken – doch IT und Management sprechen oft unterschiedliche Sprachen. Florian Polt, Head of Group Security & Resilience bei UNIQA, zeigt wie Risikomanager als "Übersetzer" fungieren. Erfahren Sie, wie Sie technische Kontrollen in verständliche Business-Szenarien übersetzen, Key Controls praxisnah definieren und Risiken datengetrieben vom operativen Betrieb bis in den Vorstand kommunizieren.


Ursula Radeke-Pietsch

Aufsichtsrat

Flender GmbH / momox SE

Ursula Radeke-Pietsch verfügt über langjährige internationale Management- und Kapitalmarktexpertise. Nach einer erfolgreichen Karriere im Siemens-Konzern war sie dort zuletzt bis 2017 als Global Head of Capital Markets & M&A tätig.

Von 2017 bis 2020 verantwortete sie bei Siemens Gamesa in Spanien als Global Head of Corporate Finance & Group Treasury die weltweiten Finanzierungs- und Treasury-Aktivitäten bevor sie als Senior Vice President Strategy (2020–2024) die Leitung der globalen Finanzstrategie-Projekte übernahm.

Im Jahr 2025 wechselte Ursula Radeke-Pietsch in eine Beratungsgesellschaft. Seither berät sie mittelständische Unternehmen, Gründerinnen und Gründer sowie Start-ups in allen Fragen der Finanzierung, Kapitalmarktstrategie und M&A-Aktivitäten. Darüber hinaus ist sie als Investorin und Business Angel aktiv.

Parallel dazu hat sie sich eine profilierte Aufsichtsratskarriere aufgebaut. Bis Mitte 2025 war sie zehn Jahre lang stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der HelloFresh SE. Heute ist sie Vorsitzende des Prüfungsausschusses sowie Mitglied des Aufsichtsrats der Flender GmbH und der momox SE. Zudem gehört sie dem Investment Advisory Board von Sophora Unternehmerkapital an.

Darüber hinaus engagiert sich Ursula Radeke-Pietsch als Beirätin bei AIAYN sowie dem BB Jobportal.

In der Financial Experts Association (FEA), einem Aufsichtsratsverband,  ist sie als Regionalvorständin für die Region Süd verantwortlich und beim Arbeitskreis deutscher Aufsichtsräte (ADAR) wirkt sie im Fachausschuss „Vorstandsvergütung“ mit.

Podiumsdiskussion: Risikomanagement aus Sicht von Vorstand und Aufsichtsrat – Nutzen, Grenzen, Erwartungen

Risikomanagement soll Orientierung geben – wird aber nicht selten als zu komplex, zu formal oder zu wenig entscheidungsrelevant wahrgenommen.
Vorstände und Aufsichtsräte diskutieren offen, wo Risikomanagement heute überzeugt, wo es an den Erwartungen der Unternehmensführung vorbeigeht und was sich ändern muss, damit es mehr ist als ein Pflichterfüllungsinstrument. 

Im Fokus stehen kritische Fragen:
Welche Informationen helfen wirklich?
Wo entstehen Scheinsicherheiten?
Und wie gelingt der Schritt vom Reporting zur echten Entscheidungsunterstützung?

Eine pointierte Diskussion über Anspruch und Realität des Risikomanagements auf Top‑Management‑Ebene.


Prof. Dr. Volker Römermann

Rechtsanwalt 

Römermann Rechtsanwälte AG

Prof. Dr. Volker Römermann ist Rechtsanwalt, Honorarprofessor und Vorstand der Römermann Rechtsanwälte AG. Er ist Fachanwalt für Arbeitsrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht sowie Insolvenzrecht und zählt zu den profilierten Experten im Wirtschafts‑ und Insolvenzrecht.

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Bayreuth mit wirtschaftswissenschaftlicher Zusatzqualifikation absolvierte er zahlreiche internationale Studienaufenthalte u. a. in Genf, Paris und Tunis. Er promovierte 1995 an der Universität Bayreuth mit „summa cum laude“ und ist seit 1996 als Rechtsanwalt zugelassen.

Er war von 1998 bis 2026 Vorsitzender des Vorstands des Instituts für Insolvenzrecht e. V. in Hannover. Zudem ist er Direktor des Humboldt Center for the Legal Profession an der Humboldt‑Universität zu Berlin und Honorarprofessor ebendort. Darüber hinaus engagiert er sich in verschiedenen nationalen und internationalen Organisationen, u. a. als Präsident des Bundesverbands Deutscher Mittelstand (BM) e. V. sowie des Deutschen Nationalkomitees der Union Internationale des Avocats.

Er ist Autor und Herausgeber von über 40 Büchern sowie zahlreicher Fachbeiträge zum Wirtschaftsrecht und ein gefragter Referent zu Fragen von Unternehmenskrisen, Governance und Haftung. 

Vortrag: Der Standard IDW S 16 ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert. Und für die Praxis extrem relevant, um nicht zu sagen: existenziell. 

Bis 2021 galt für das Thema Krisenfrüherkennung im Wesentlichen ein Paragraph im Aktiengesetz, der nach allgemeiner Ansicht Ausstrahlungswirkung auf alle Unternehmensformen haben sollte. Seither hat der Gesetzgeber - nicht zuletzt aufgrund europäischer Vorgaben - mit § 1 StaRUG eine emblematisch nach vorne gestellte, von vornherein für Gesellschaften aller Art geltende Regelung geschaffen, die Unternehmensleiter generell dazu zwingt, ein professionelles System der Krisenfrüherkennung einzurichten und jederzeit vorzuhalten. Geschieht das unzureichend oder gar nicht, droht den Geschäftsleitern die persönliche Haftung, falls durch unvorhergesehene Ereignisse Schäden entstehen oder gar das Unternehmen in die Insolvenz fällt. 

Das Institut der Wirtschaftsprüfer gibt der Praxis mit dem neuen Standard S 16 eine Handreichung dafür, wie ein solches System konkret auszusehen hat. Der Standard richtet sich - anders als die übrigen Normen dieser Reihe - nicht primär an Prüfer, sondern an die Geschäftsleiter selbst. Ohne nach Größenklassen zu differenzieren, werden ihnen weitgehende Pflichten auferlegt, welche die gesetzlichen Vorgaben konkretisieren sollen. 

Der Vortrag fasst die wesentlichen Regelungen des IDW S 16 zusammen und setzt sich kritisch damit und mit den verbleibenden Lücken aus Sicht der Praxis auseinander. 


Stefan Rosenowski

Geschäftsführer

GVNW e.V.

Stefan Rosenowski ist seit 01.01.2021 Geschäftsführer des Gesamtverband der versicherungsnehmenden Wirtschaft e.V. (GVNW e.V.). Zuvor war er von 2008 bis 2020 bei der Vorwerk Gruppe zuletzt als Director Crisis Risk & Insurance sowie 13 Jahre bei der Funk Gruppe zuletzt als Industrie-Kundenbetreuer tätig. Nach einer Ausbildung zum Versicherungskaufmann und Weiterbildung zum Versicherungsfachwirt absolvierte Stefan Rosenowski erfolgreich den BWL-Diplomstudiengang der heutigen TH Köln am Institut Versicherungswissenschaften sowie den Studiengang der TH Deggendorf zum Master Risk & Compliance Management. 

Vortrag: NatCat-Risiken im Fokus: GVNW-Umfrageergebnisse und Praxisbeispiele für integriertes Risiko- & Versicherungsmanagement

Stefan Rosenowski erläutert die Ergebnisse der Mitgliederumfrage des Gesamtverbands der versicherungsnehmenden Wirtschaft (GVNW) zur Risikofinanzierung von Naturgefahren über Versicherungen und kommentiert daraus abgeleitet wesentliche Erkenntnisse sowie die Positionierung des GVNW im Rahmen der politischen Diskussionen rund um die Einführung einer Elementarschaden-Pflicht-Versicherung. Anschließend berichtet Matthias Beck am Beispiel der Würth-Gruppe wie NatCat-Risiken analysiert und bewertet werden, welche Tools zum Einsatz kommen und wie die Abstimmung mit Schnittstellenbereichen erfolgt.


Martin Schachtschneider

Head of Corporate Client Solutions

BELFOR Europe GmbH 

BELFOR ist der global führende Schadensanierer mit weltweit mehr als 15.000 Mitarbeitenden.

Martin Schachtschneider ist seit 1999 in der Sanierung nach NatCat, Feuer- oder Wasserschäden tätig und führt heute das BELFOR Notfallreaktionsprogramm RED ALERT®.

Mit der Erfahrung aus tausenden Projekten, ist er Ansprechpartner für CFO, Risk-/ Insurance Managern zum Aufbau von Resilienz.

Vortrag: Wenn sich Risiken realisieren. Früher, heute und in Zukunft.

Schadenbeispiele vor 20 Jahren. Aktuelle Ereignisse und ein Blick in die Zukunft. Welche Lehren können wir für das Risk Management ziehen?


Felix Schock

SVP Services & Support GRC

Mitratech

Felix verantwortet die Services, Support- und Managed Servcies Organisation bei Mitratech - einem führenden Anbieter für GRC Software. Er verfügt über internationale Erfahrung in der Implementierung von GRC-Lösungen bei großen und stark regulierten Unternehmen aller Brancehn sowie der Transformation komplexer Organisationen.

Felix Schock verfügt über tiefgehende Expertise in der technischen Umsetzung von Risikostrategien – insbesondere an der Schnittstelle von Technologie, 3rd Party-Ökosystemen und sich dynamisch verändernden regulatorischen Rahmenbedingungen.

Vortrag: Risiken, die keiner auf dem Radar hatte - Warum Kreativität, Kontext und (künstliche) Intelligenz heute unverzichtbar sind

Die Pandemie, der Ukraine-Krieg, die Flutkatastrophe im Ahrtal – all das waren Krisen mit enormen Auswirkungen, aber kaum jemand hatte sie im Risikoinventar. Auch scheinbar „unwahrscheinliche“ Ereignisse wie die Blockade des Suezkanals durch die Ever Given haben gezeigt, wie schnell einzelne Vorfälle globale Lieferketten und ganze Geschäftsmodelle ins Wanken bringen können. Klassische Risikomanagement-Methoden stoßen hier an ihre Grenzen.
In dieser Session werfen wir einen Blick auf die blinden Flecken moderner Organisationen und fragen:
Wie können wir das Unvorhersehbare vorhersehbarer machen?
Wir zeigen, warum Risikomanagement heute mehr denn je Kreativität und interdisziplinäres Denken braucht – und wie moderne Technologie, insbesondere generative KI, dabei helfen kann, unbekannte Risiken zu erkennen, Kontext herzustellen und schneller zu handeln. Anhand konkreter Beispiele diskutieren wir, wie neue Werkzeuge bereits heute eingesetzt werden können – und wo Menschen weiterhin unverzichtbar bleiben.


Dr. Alexander Skorna

Stiftungsrat / Geschäftsführer

Funk Stiftung / Funk Consulting GmbH

Dr. Alexander Skorna ist Geschäftsführer der Funk Consulting GmbH. Zudem verantwortet er bei Funk das Risk Consulting sowie die Leitung des Business Developments. In der gemeinnützigen Funk Stiftung ist er darüber hinaus Mitglied des Stiftungsrats und als Berater für wissenschaftliche Projekte im Bereich Risikomanagement tätig.
Dr. Alexander Skorna, 1982 in München geboren, schloss sein Studium des Wirtschaftsingenieurwesens an der Universität Karlsruhe (Karlsruher Institut für Technologie) ab. Nach einem längeren Auslandsaufenthalt in Singapur und Hongkong im Rahmen einer Tätigkeit für einen internationalen Logistikdienstleister folgte die berufsbegleitende Promotion an der Universität St.Gallen. Im Oktober 2014 stieg er bei Funk ein. Dort übernahm er den sukzessiven Ausbau des Bereichs Business Development, der für die Entwicklung und Platzierung komplexer Risikolösungen zuständig ist. 2022 wurde Dr. Skorna in die Geschäftsführung der Funk Consulting GmbH berufen.

Vortrag: Risikomanagement als Wettbewerbsvorteil in einer fragmentierten Weltwirtschaft

In einer Ära systemischer Risiken wandelt sich der Risikomanager vom Berichterstatter zum strategischen Architekten – eine Transformation, die neue methodische Ansätze erfordert. Dieser Vortrag zeigt auf, wie Risikomanager die Risikokompetenz Ihrer Organisation durch einen hybriden Ansatz skalieren können: Die neuen eLearning-Module der Funk Stiftung vermitteln den Risikoeignern wichtiges Basiswissen. Dadurch verbessert sich die Qualität der Daten im Risikoinventar. Das schafft wertvolle Zeit für die Risikomanager selbst, um sich nun auf die Analyse komplexer, neuer Szenarien zu konzentrieren. Die Teilnehmenden erfahren, wie sie mit maßgeschneiderten Werkzeugen und fundierter Expertise dort ansetzen, wo Standard-Reports enden, um echte Entscheidungssicherheit für Ihre Geschäftsleitung zu generieren.


Dr. Thomas Stockmeier

Consultant / Zertifizierter Aufsichtsrat

TOQConsult

Dr. Thomas Stockmeier arbeitet als Berater für Strategie und Innovation und ist zertifizierter Aufsichtsrat der Deutschen Börse. Seine Kenntnisse umfassen die weltweiten Märkte für Consumer, Medizintechnik, Industrie-Anwendungen und Automobile. Er berät typischerweise High-Tech und Deep-Tech Firmen im Bereich Halbleiter, von Start-Up, über bereits etablierte Firmen bis hin zu Investoren. Er bietet auch Trainings für Führungsteam in Kommunikation, Konfliktlösung und Leadership, um Team-Fähigkeiten zu verbessern, und um das gegenseitige Vertrauen in diesen Teams zu stärken, was eine unbedingte Voraussetzung für nachhaltigen Erfolg ist. 

Seine Karriere erstreckt sich über vier Jahrzehnte in der Halbleiter- und Elektronikindustrie, in verschiedenen Führungspositionen in Österreich, Deutschland, Schweiz und USA – in Mikroelektronik, Optoelektronik, und Leistungselektronik. Insbesondere in den Bereichen allgemeines Management, Innovation, F&E, Produktion und Qualität.

Bis zu seiner Pension 2023 arbeitete er 10 Jahre bei ams-Osram als Chief Operating und Chief Technology Officer. Bis 2024 war er Aufsichtsratsvorsitzender der Osram Licht AG und der Osram GmbH. Davor arbeitete er 13 Jahre bei SEMIKRON in Deutschland als Mitglied der Geschäftsleitung und CTO. Vor der Zeit bei SEMIKRON arbeitete er 13 Jahre bei ABB Semiconductors in der Schweiz und in USA.

Dr. Stockmeier ist Dipl. Ing. Werkstoffwissenschaft und Dr. Ing. Elektrotechnik, beide Abschlüsse von der Universität Erlangen-Nürnberg.

Podiumsdiskussion: Risikomanagement aus Sicht von Vorstand und Aufsichtsrat – Nutzen, Grenzen, Erwartungen

Risikomanagement soll Orientierung geben – wird aber nicht selten als zu komplex, zu formal oder zu wenig entscheidungsrelevant wahrgenommen.
Vorstände und Aufsichtsräte diskutieren offen, wo Risikomanagement heute überzeugt, wo es an den Erwartungen der Unternehmensführung vorbeigeht und was sich ändern muss, damit es mehr ist als ein Pflichterfüllungsinstrument. 

Im Fokus stehen kritische Fragen:
Welche Informationen helfen wirklich?
Wo entstehen Scheinsicherheiten?
Und wie gelingt der Schritt vom Reporting zur echten Entscheidungsunterstützung?

Eine pointierte Diskussion über Anspruch und Realität des Risikomanagements auf Top‑Management‑Ebene.


Matthias Weber

Aufsichtsratsvorsitzender 

Softing AG

Matthias Weber absolvierte seine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Landesbank in Stuttgart. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre in Saarbrücken und London. Seine berufliche Laufbahn führte ihn danach zu Novartis nach Basel. Von dort aus übernahm er internationale Stationen in Paris, Cambridge (UK) und Moskau und sammelte umfassende Erfahrung in unterschiedlichen Märkten und Führungsrollen. Seit 2013 ist Matthias Weber Finanzvorstand der Hexal AG. Darüber hinaus engagiert er sich seit über drei Jahren als Aufsichtsratsvorsitzender der Softing AG.

Podiumsdiskussion: Risikomanagement aus Sicht von Vorstand und Aufsichtsrat – Nutzen, Grenzen, Erwartungen

Risikomanagement soll Orientierung geben – wird aber nicht selten als zu komplex, zu formal oder zu wenig entscheidungsrelevant wahrgenommen.
Vorstände und Aufsichtsräte diskutieren offen, wo Risikomanagement heute überzeugt, wo es an den Erwartungen der Unternehmensführung vorbeigeht und was sich ändern muss, damit es mehr ist als ein Pflichterfüllungsinstrument. 

Im Fokus stehen kritische Fragen:
Welche Informationen helfen wirklich?
Wo entstehen Scheinsicherheiten?
Und wie gelingt der Schritt vom Reporting zur echten Entscheidungsunterstützung?

Eine pointierte Diskussion über Anspruch und Realität des Risikomanagements auf Top‑Management‑Ebene.