Neue Impulse für die RMA

Editorial im Controller Magazin

 

Liebe Leser und Leserinnen,

mit der Mitgliederversammlung vom 11. Mai 2026 hat der Vorstand den Beirat der RMA neu besetzt, um sich noch breiter durch Expertise in den drei Kern-Geschäftsfeldern Risikomanagement, Rating und Krisenmanagement mit Rat und Tat unterstützen lassen zu können. Dabei hat der RMA Vorstand auch beschlossen, die Amtszeit der Beiräte auf 4 Jahre zu begrenzen. 

In dem Zuge wurden 5 neue Beiräte bestellt, die wir Ihnen auf Seite 102 vorstellen. 

Bei den ausgeschiedenen Beiräten bedanken wir uns bei der Gelegenheit ganz herzlich für die langjährige und erfolgreiche Unterstützung bei der Weiterentwicklung der RMA: Dr. Michael Hadaschik, Prof. Dr. Ottmar Schneck und Prof. Mag. Dr. Walter Schwaiger. 

Damit besteht der Beirat nun aus 15 Mitgliedern, die zu je einem Drittel aus der Wissenschaft, der Unternehmens- und der Beraterpraxis stammen. Informationen über sämtliche aktuelle Mitglieder finden sich hier: https://rma-ev.org/verein/ueber-uns/beirat

Aber was ist eigentlich die Aufgabe eines Beirates? 

Laut Wikipedia ist ein Beirat grundsätzlich ein beratendes Gremium, das Institutionen, Unternehmen, Organisationen oder die öffentliche Hand unterstützt. Er besteht aus Experten oder Vertretern bestimmter Interessengruppen und fungiert meist als Sparringspartner für Entscheidungsträger, ohne selbst weitreichende Entscheidungs- oder Weisungsbefugnisse zu besitzen. 

Dies findet sich so auch in der Satzung der RMA: gemäß § 11 „unterstützt der Beirat den Vorstand bei seinen Aufgaben und berät ihn bei wichtigen Vereinsangelegenheiten.“ 

Wie kann das nun konkret aussehen? 

Die Unterstützung als Sparringspartner des Vorstandes bei der strategischen Ausrichtung des Vereins wird bei der RMA nicht nur im Rahmen der Beiratssitzungen schon seit langem praktiziert, sondern erlebt der Vorstand immer wieder auch durch Impulse, die von den Beiratsmitgliedern unterjährig kommen. Bei wichtigen strategischen Überlegungen wie die Verschmelzung mit dem Rating Verband BdRA in 2020 ist der Austausch intensiver, in anderen Angelegenheiten kann es auch einfach nur ein formloses gemeinsames Brainstorming über neue Angebote für unsere Mitglieder sein. 

Tradition hat außerdem die Beteiligung der Beiräte an Veröffentlichungen der RMA in Form von Stellungnahmen wie zum FERMA Discussion Paper Shaping the Future: The Crucial Role of Risk Management in 2025, in der RMA Schriftenreihe oder im Controller Magazin, um die sich vor allem unser Beirat Prof. Dr. Werner Gleißner sehr verdient gemacht hat und als unser „Chefredakteur“ macht.

In 2026 hat sich ein Teil des Beirats intensiv mit dem COSO Whitepaper „From Guidance to Action: Exploring Practical Enterprise Risk Management“ befasst, es für unsere Mitglieder eingeordnet und bewertet (siehe Kurz zusammenfassung Seite 103). 

Beiräte waren und sind immer auch gerne bereit, ihr Wissen durch Vorträge auf dem Risk Management Congress oder der RMA Konferenz Rating & Krisenmanagement zum Besten zu geben, wie zuletzt Prof. Dr. Stefan Hunziker mit seinem bemerkenswerten Beitrag beim RMC 2026 in München: Beyond Numbers: Risikomanagement als Treiber strategischer Debatten. 

Selbstverständlich stehen die Beiräte auch allen Mitgliedern der RMA mit Rat und Tat zur Seite. Nutzen Sie diese Möglichkeit! 

Und erlauben Sie mir in diesen turbulenten Zeiten, die augenscheinlich mehr Gefahren als Chancen bieten, den Rat, stay risk positive! Krisenzeiten bieten Möglichkeiten wie z. B. „günstige“ Akquisitionen. Sie fordern uns aber auch heraus „alten Ballast über Bord zu werfen“ oder Prozesse zu optimieren, um da mit die Kostenbasis zu reduzieren und Raum für Wachstum zu schaffen. 

Wie KI dabei und beim Risiko- und Krisenmanagement unterstützen kann, daran wird im RMA Arbeitskreis „Künstliche Intelligenz und Risikomanagement“ gearbeitet. Noch ein gut gemeinter Rat Ihres RMA Beiratsvorsitzenden. 

Ralf Kimpel