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Eine übersehene Haftungsfalle? Unzureichende Risikoanalyse vor Entscheidungen durch Vorstand und Aufsichtsrat

Veröffentlicht in BOARD 2/2016: Wichtige Entscheidungen des Vorstands benötigen als Grundlage „angemessene Informationen“. Bei einer nicht sicher vorhersehbaren Zukunft sind die wichtigsten Informationen gerade diejenigen zu Chancen und Gefahren (Risiken), die Planabweichungen auslösen können. Für Vorstand und Aufsichtsrat ergeben sich persönliche Haftungsrisiken, wenn entscheidungsvorbereitend keine Risikoanalyse durchgeführt und das Risikomanagement nicht über die mit der Entscheidung einhergehende Veränderung des Gesamtrisikoumfangs informiert wird. Insbesondere fordert das Aktiengesetz („KonTraG“), dass mögliche „bestandsbedrohende Entwicklungen“ früh erkannt werden – und diese sind meist das Resultat der kombinierten Wirkung mehrerer Einzelrisiken, was zur Früherkennung eine „Risikoaggregation“ (Monte-Carlo-Simulation) erfordert.